Es handelt sich um etwa 45 Produkte der Eigenmarke Vemondo und rund 100 Varianten, berichtet die Lebensmittelzeitung.
Im Durchschnitt senkt der Händler die Preise für vegane Produkte um 23 Prozent, um das Niveau der Produkte tierischen Ursprungs zu erreichen. Lidl möchte den Anteil pflanzlicher Eiweißprodukte bis 2030 nahezu verdoppeln. Das derzeitige Verhältnis zwischen pflanzlichen und tierischen Eiweißquellen beträgt 11 zu 89 Prozent.
Bei Milchprodukten liegt das Verhältnis bei 6 zu 94 Prozent. Im Jahr 2030 sollen 20 Prozent des Gesamtangebots und 10 Prozent des Milchsortiments aus pflanzlichen Quellen bestehen. Das vegane Sortiment in den deutschen Lidl-Filialen umfasst mittlerweile mehr als 100 Eigenmarkenartikel und 650 saisonale Produkte.
Mit dieser Aktion möchte der Discounter nicht nur Veganer oder Vegetarier ansprechen, sondern auch Kunden, die sich als Flexitarier verstehen und ihren Fleischkonsum reduzieren möchten. Aus diesem Grund werden die betreffenden Vemondo-Produkte nun in allen deutschen Lidl-Filialen neben ihren tierischen Pendants im Regal platziert und nicht mehr in einem eigenen Fach.
Der Vorsitzende der Albert Schweitzer Stiftung, Mahi Klosterhalfen, begrüßte den Schritt von Lidl. Christine Singer vom Bayerischen Bauernverband (BBV) kritisierte Lidl, weil der Händler bewusst versucht, das Verbraucherverhalten zu steuern, indem er den Markt umgeht. Dies stelle tierische Lebensmittel indirekt in ein schlechtes Licht.
Um den Nachhaltigkeitscharakter ihrer Lebensmittel zu betonen, hat Lidl im vergangenen Jahr den Transport von frischem Gemüse per Flugzeug eingestellt, auch zu den Filialen in Niederlande.

