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Wassermangel und Bewässerungsverbot nach drei Jahren Dürre in Nordafrika

Iede de VriesIede de Vries
Bauer repariert eine Wassertränke bei Dürre in NSW AustralienFoto: iStock

Zum dritten Mal in Folge fällt in Algerien, ebenso wie in den anderen nordafrikanischen Ländern, zu wenig Regen. Der Mangel hat inzwischen 20 bis 30 Prozent erreicht. Die Folge in Algerien ist ein Rückgang der landwirtschaftlichen Produktion, insbesondere bei Getreide.

Dadurch wird die algerische Rechnung für den Getreideimport voraussichtlich etwa 17 Prozent höher ausfallen, so erwarten Landwirtschaftsexperten der niederländischen Botschaft in Algier.

Die Stauseen im Norden des Landes sind im Durchschnitt nur noch zu 44 Prozent gefüllt. Das Wasser in einigen Seen darf nicht mehr für die Bewässerung verwendet werden, sondern ausschließlich als Trinkwasser. In großen Teilen des Landes, darunter auch in der Hauptstadt Algier, ist Leitungswasser nur begrenzt verfügbar, manchmal nur ein paar Stunden pro Woche.

Die Entnahme von Grundwasser wird durch die anhaltende Dürre weiter steigen: Auf 80 Prozent der gesamten bewässerten Fläche wird Grundwasser durch private Initiativen von Landwirten und Unternehmen gefördert.

Um dieser Situation zu begegnen, stellt die algerische Regierung nun Subventionen für Landwirte bereit, damit diese wassersparendes Bewässerungsmaterial erwerben können, wie zum Beispiel Tröpfchenbewässerung. Außerdem investiert die Regierung in mehr Anlagen zur Entsalzung von Meerwasser und in die Wiederverwendung von Abwasser.

Experten zufolge muss das Land jährlich 2,5 Milliarden Kubikmeter Meerwasser entsalzen, um den gesamten Trinkwasserbedarf decken zu können. Wasser wird bisher kaum für Bewässerung wiederverwendet: Von 172 Kläranlagen wird geklärtes Wasser nur bei 17 für die landwirtschaftliche Bewässerung eingesetzt.

Mit der aktuellen Verfügbarkeit von 450.000 Litern Wasser pro Einwohner und Jahr erreicht Algerien nicht einmal die Hälfte des benötigten Volumens. Um die Ernährungssicherheit gewährleisten zu können, müssen jährlich 15 bis 20 Milliarden Kubikmeter Wasser mobilisiert werden. Derzeit mobilisiert Algerien höchstens 4 bis 5 Milliarden Kubikmeter pro Jahr.

Um die niederländische Erfahrung und Expertise mit den Problemen der nordafrikanischen Länder zu verbinden, war eine Untersuchung der heutigen Situation des Wasserverbrauchs und der Wasserproblematik in der Landwirtschaft sowie der Herausforderungen für Verbesserungen notwendig.

In dieser jüngsten niederländischen Studie wurde festgestellt, dass die Maghreb-Länder mit zunehmender Wasserknappheit konfrontiert sind, die durch ineffiziente Wassernutzung und Übernutzung der Wasserressourcen verstärkt wird.

Die erwarteten Auswirkungen des Klimawandels auf die Landwirtschaft werden aller Wahrscheinlichkeit nach weiter zunehmen. Dies geht einher mit Versalzung von Böden und Grundwasser, die durch Überdüngung sogar verstärkt wird.

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Klima

Dieser Artikel wurde von Iede de Vries geschrieben und veröffentlicht. Die Übersetzung wurde automatisch aus der niederländischen Originalversion generiert.

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