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Ukraine erhält am 35. Unabhängigkeitstag keine Patriots

Iede de VriesIede de Vries
Anlässlich des 35. ukrainischen Unabhängigkeitstags kommen westliche Verbündete in Kiew zusammen. Der Feiertag steht gleichzeitig im Zeichen einer dringenden militärischen Notwendigkeit: Die geschwächte Luftverteidigung der Ukraine muss vor dem Winter verstärkt werden. Doch es gibt noch keine Patriots.
Die Ukraine fürchtet russische Luftangriffe am Unabhängigkeitstag aufgrund fehlender zusätzlicher Patriot-Systeme.

Das Treffen der „Freiheitsallianz“ folgt auf Beratungsgespräche mit nordischen und baltischen Führern, die ebenfalls am vergangenen Wochenende nach Kiew gekommen waren. Die Verstärkung der Luftverteidigung und der Schutz vor ballistischen Raketen stehen ganz oben auf der Agenda. Die Ukraine befürchtet, dass Russland in den kommenden Monaten seine Angriffe weiter intensivieren wird.

Diese Furcht wird durch die jüngste Welle russischer Raketen- und Drohnenangriffe genährt. Bei Angriffen auf Kiew, Krywyj Rih und andere Städte gab es Dutzende Tote und viele Verletzte. In Krywyj Rih wurde ein Einkaufszentrum getroffen. Mehr als hundert Menschen wurden dort verletzt.

Dringender Mangel

Das große Problem ist, dass die Ukraine immer weniger russische ballistische Raketen abfangen kann. Der Bestand an Raketen für die US-amerikanischen Patriot-Systeme ist stark geschrumpft. Die Amerikaner haben in den letzten Monaten hunderte Patriots gegen den Iran abgefeuert, und ihr Vorrat ist erheblich gesunken. Gerade dieser Raketen-Typ wird gegen die russischen Waffen benötigt, die am schwersten aus der Luft zu holen sind.

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Die Engpässe werden durch die verstärkten russischen Angriffe noch verschärft. Gleichzeitig warnt Präsident Wolodymyr Selenskyj, dass die ukrainische Energieversorgung mit Beginn des Winters erneut ein wichtiges Ziel sein kann. Elektrizitäts- und Heizwerke wurden bereits angegriffen. Ihr Schutz hat laut Kiew jetzt höchste Priorität.

Europäische Unterstützung

Frankreich und Deutschland haben neue Unterstützung zugesagt. Präsident Macron versprach nach Gesprächen mit Selenskyj, die französische Lieferung von Luftverteidigungsmitteln und Raketen zu beschleunigen. Deutschland spielt ebenfalls eine wichtige Rolle. Während seines Besuchs in Kiew sprach Außenminister Johann Wadephul mit Selenskyj über die Verstärkung der Luftverteidigung und Hilfe für den Winter.

Europa bemüht sich unterdessen, weniger abhängig von US-amerikanischen Patriot-Raketen zu werden. Zehn europäische Länder arbeiten mit der Ukraine an der Entwicklung von Freyja, einem eigenen System gegen ballistische Raketen. Außerdem wird versucht, die Produktion von Abwehrraketen zu erhöhen und Lieferzeiten zu verkürzen. Doch solche Projekte bieten für die kommenden Monate noch keine Lösung.

Der kommende Winter

Daher versucht die Ukraine auch, die russischen Raketenangriffe schon an der Quelle zu bekämpfen. Ukrainische Einheiten suchen Startanlagen, um diese auszuschalten, bevor Raketen abgefeuert werden können. Selenskyj berichtete unter anderem von einem Angriff auf eine russische Iskander-Startanlage nahe der ukrainischen Grenze.

Das Treffen in Kiew bekommt so am ukrainischen Freiheitstag eine doppelte Bedeutung. Während das Land 35 Jahre Unabhängigkeit feiert, müssen seine westlichen Partner entscheiden, wie die Ukraine im kommenden Winter besser geschützt werden kann. Für Kiew ist die unmittelbare Botschaft klar: Ohne zusätzliche Abwehrraketen bleibt die Bevölkerung anfällig für neue russische Angriffe.

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Dieser Artikel wurde von Iede de Vries geschrieben und veröffentlicht. Die Übersetzung wurde automatisch aus der niederländischen Originalversion generiert.

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