Kartoffelbauern auf Zypern machen sich große Sorgen um den Export ihrer Ernte. Aufgrund der Corona-Pandemie haben zypriotische Landwirte mit Personalmangel sowie Engpässen bei Verpackungsmaterial und Transporten zu kämpfen. Sogar Beamte des Landwirtschaftsministeriums werden aufs Land geschickt, um beim Verpacken zu helfen.
Während sich die Kartoffeln in Lagerräumen und Magazinen stapeln, verteilten betroffene Bauern kostenlos Kartoffelsäcke an Autofahrer an einer Abfahrt der Autobahn Larnaca-Famagusta. An manchen Orten verrotten Kartoffeln, sagten betroffene Bauern gegenüber den lokalen Medien.
Viele Bauern beklagen sich auch über den Personalmangel in Verpackungsbetrieben zu einem für sie entscheidenden Zeitpunkt, kurz vor Beginn der Erntesaison. Eine unterbesetzte Fabrik musste am Donnerstag die Hilfe des Landwirtschaftsministeriums anfordern, um große Mengen zu verpacken, die eigentlich exportiert werden sollten. Zudem fehlten Kartons für die Verpackung der Kartoffeln.
Beamte des Landwirtschaftsministeriums mussten zur Fabrik geschickt werden, um beim Verpacken und Lagern der Produkte zu helfen, sagte Andreas Constantinou, ein Fabrikmanager, gegenüber der Cyprus Mail.
„Die Pandemie hat enorme Probleme für sie verursacht. Das Einkommen dieser Bauern stammt hauptsächlich aus Geldern des Exports, der noch nicht stattgefunden hat und wahrscheinlich auch in den kommenden Monaten nicht stattfinden wird. Die Regierung ist sich der Lage und ihrer Ernsthaftigkeit bewusst. Sie hat Hilfe versprochen, aber die Zeit drängt“, schloss er.
Agrarminister Costas Kadis sagte, dass eine Reihe von unterstützenden Maßnahmen des Ministerrates „von Anfang an“ in Kraft seien. Bislang seien etwa 30 Maßnahmen für die Landwirtschaft genehmigt worden, im Umfang von etwa 20 Millionen Euro, erklärte er.
Kadis betonte speziell, dass Kartoffelbauern in der ersten Phase mit 1,8 Millionen Euro unterstützt wurden und jüngst nochmals 1,5 Millionen Euro – die von der EU genehmigt werden mussten – erhielten.

