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EU-Landwirtschaft diskutiert Folgen von Putins Krieg gegen die Ukraine

Iede de VriesIede de Vries

Der Landwirtschaftsausschuss des EuropĂ€ischen Parlaments hĂ€lt am Montag eine außerordentliche Beratung ĂŒber die Folgen des russischen Kriegs in der Ukraine ab. Das Thema wurde der bereits geplanten Sitzung zu einer Anhörung ĂŒber die europĂ€ische Forstwirtschaft hinzugefĂŒgt.

Im Anschluss findet am Dienstag in Straßburg eine Sondersitzung des EuropĂ€ischen Parlaments statt.

Die Ukraine und Russland sind nicht nur zwei der grĂ¶ĂŸten Nahrungsmittel-Exporteure Europas, sondern auch bedeutende Lieferanten von Energie (Gas und Öl) und landwirtschaftlichen Rohstoffen (DĂŒngemittel) an EU-LĂ€nder. Es wird erwartet, dass die Einkaufspreise, die in den vergangenen Monaten bereits enorm gestiegen sind, weiter steigen werden.

Der ranghöchste Beamte der Agrarkommission in BrĂŒssel wird versuchen, den Landwirtschaftsausschuss ĂŒber den aktuellen Stand zu informieren, wird aber voraussichtlich noch wenig Konkretes sagen können. Dies liegt hauptsĂ€chlich daran, dass die europĂ€ischen Regierungschefs noch ĂŒber weitere Sanktionen gegen das Regime von PrĂ€sident Putin beraten. Die Minister kommen am Montag erneut zusammen.

Am Mittwoch (2. MĂ€rz) soll die EuropĂ€ische Kommission eine neue Übersicht ĂŒber die gestiegenen Rohstoffkosten der vergangenen Monate vorlegen. Dies erhĂ€lt nun natĂŒrlich eine ganz andere Bedeutung.

Aus einem durchgesickerten Dokument geht hervor, dass die Kommission auf den Aufbau grĂ¶ĂŸerer (Winter-)Gasreserven in den EU-LĂ€ndern, den gemeinsamen Einkauf und die beschleunigte Entwicklung neuer europĂ€ischer Energiequellen drĂ€ngt. Dabei wird auch die Gewinnung von Biogas aus Mist erwĂ€hnt.

Am Dienstag debattiert das gesamte Europaparlament ĂŒber den russischen Einmarsch in die Ukraine. Europaabgeordneter Peter van Dalen (ChristenUnie): „Dies ist eine barbarische Invasion, bei der auch der Weltfrieden ernsthaft bedroht wird. Mit grĂ¶ĂŸtem Entsetzen verurteile ich diesen Angriff des russischen Diktators.“ Van Dalen fordert ein hartes Vorgehen gegen Russland: „Es ist jetzt notwendig, dass die EuropĂ€ische Union mit ihren VerbĂŒndeten alle Sanktionen maximal einsetzt.“

Die bisher ergriffenen Strafmaßnahmen gegen Russland betreffen vor allem den Transportsektor, die Technologie, die Energie und die Auslandskonten hochrangiger Putin-Freunde. Diese kommen zu den seit Jahren bestehenden Exportsanktionen als Reaktion auf die russische Annexion der Krim im Jahr 2014 hinzu.

Trotzdem soll Niederlande weiterhin jĂ€hrlich Waren im Wert von Hunderten Millionen exportieren. Milchprodukte, Fleisch und Obst fallen bereits unter das russische Embargo, aber Blumen werden noch immer in großen Mengen nach Russland geliefert.

Nach nicht bestĂ€tigten Berichten soll am Montag doch eine Entscheidung fallen, Russland aus dem weltweiten SWIFT-Bankensystem auszuschließen. Dagegen hatten sich letzte Woche mehrere EU-LĂ€nder noch ausgesprochen, da eine solche Strafmaßnahme auch erhebliche Folgen fĂŒr die EU-LĂ€nder und den Rest der Welt hĂ€tte. Ohne SWIFT kann Russland nicht mehr fĂŒr Exportprodukte wie Gas und Öl bezahlt werden, und die EU-LĂ€nder mĂŒssten umgehend nach anderen Gaslieferanten suchen.

Die Vorsitzende der EuropĂ€ischen Kommission, Ursula von der Leyen, sagte letzte Woche, die EU mĂŒsse ihre AbhĂ€ngigkeit von russischem Gas reduzieren und den Green Deal beschleunigen. Investitionen in eigene erneuerbare Energiequellen innerhalb der EU seien eine strategische Notwendigkeit, so von der Leyen. Bisher war der Green Deal, einschließlich der Umstrukturierung der Landwirtschaft, vor allem eine Klimafrage. 

Sollte Russland als Reaktion auf verschĂ€rfte EU-Sanktionen den Gashahn zudrehen, werde die EU dies laut von der Leyen dennoch bewĂ€ltigen. Das russische Staatsunternehmen Gazprom sei fĂŒr die EU jedenfalls kein verlĂ€sslicher Partner mehr. Die KommissionsprĂ€sidentin wies auf die Möglichkeit einer grĂ¶ĂŸeren Einfuhr von FlĂŒssiggas hin.

Der französische PrĂ€sident Emmanuel Macron hat die französischen Landwirte auf die Folgen des Kriegs in der Ukraine fĂŒr ihre Arbeit vorbereitet. „Das, was wir derzeit erleben, bleibt nicht ohne Auswirkungen auf die Landwirtschaft“, sagte er am Samstag auf einer Messe in Paris. Macron betonte, dass man langfristig vorbereitet sein mĂŒsse. Seine Überzeugung lautet: „Dieser Krieg wird weitergehen.“

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Dieser Artikel wurde von Iede de Vries geschrieben und veröffentlicht. Die Übersetzung wurde automatisch aus der niederlĂ€ndischen Originalversion generiert.

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