Der FAO-Lebensmittelpreisindex erreichte im Februar einen neuen Rekordwert mit einem Durchschnitt von 140,7 Punkten. Das sind 5,3 Punkte (3,9 %) mehr als im Januar und sogar 24,1 Punkte (20,7 %) mehr als vor einem Jahr.
Der FAO-Lebensmittelpreisindex zeigt die monatlichen Preisänderungen eines Warenkorbs international gehandelter Nahrungsmittelprodukte.
Vor allem erhebliche Preissteigerungen bei pflanzlichen Ölen sowie Milch- und Milchprodukten waren ausschlaggebend. Auch die Preise für Getreide und Fleisch stiegen, während der Zuckerpreis zum dritten Mal in Folge fiel.
Der FAO-Getreidepreisindex stieg im Februar um 4,2 Punkte (3 %) und sogar um 14,8 % im Vergleich zum Vorjahresmonat. Im Februar erhöhten sich die Preise für alle wichtigen Getreidesorten. Besonders die weltweiten Weizenpreise stiegen um 2,1 %, was die FAO weitgehend auf die Auswirkungen des russischen Kriegs im ,,Kornspeicher“ Ukraine zurückführte.
Während die Exportpreise für Grobgetreide um 4,7 % stiegen, erhöhten sich die Maispreise monatlich um 5,1 %, vor allem bedingt durch die anhaltende Dürre in Brasilien und Argentinien.
Diese Entwicklung wurde durch eine Kombination aus andauernden Wetterbedenken in Argentinien und Brasilien, steigenden Weizenpreisen sowie Unsicherheiten bezüglich des Maisexports aus der Ukraine, einem wichtigen Exporteur, gestützt.
Der FAO-Preisindex für pflanzliche Öle erreichte im Februar mit durchschnittlich 201,7 Punkten einen neuen Rekord und stieg gegenüber Januar um 15,8 Punkte bzw. 8,5 %.
Der FAO-Milchpreisindex zeigte im Februar zum sechsten Mal in Folge eine steigende Tendenz. Die FAO berichtete von einem Anstieg um 8,5 Punkte (6,4 %) auf einen Durchschnitt von 141,1 Punkten im Vergleich zum Januar und um 28 Punkte (24,8 %) gegenüber dem gleichen Monat des Vorjahres. Neben dem knappen weltweiten Angebot führte die anhaltende Importnachfrage aus Nordasien und dem Nahen Osten zu einem starken Preisanstieg bei Vollmilchpulver und Käse.
Der FAO-Fleischpreisindex lag im Februar durchschnittlich bei 112,8 Punkten, nur ein Prozent höher als im Januar, aber 15,3 % höher als vor einem Jahr. Im Februar erreichten die Rindfleischpreise einen neuen Rekord dank der starken weltweiten Importnachfrage.
Die Schweinefleischpreise stiegen im Februar ebenfalls leicht an, bedingt durch eine starke Inlandsnachfrage und ein vermindertes Angebot von Schweinefleisch in der Europäischen Union und den Vereinigten Staaten.

